Vital und Vegan! Gesundheitliche Gründe für eine vegane Ernährung.

Vegan ist eine Win-Win-Entscheidung für alle Beteiligten, denn auch wir Menschen profitieren enorm. Mit veganer Ernährung kannst Du vielen Zivilisationskrankheiten vorbeugen und damit Dein Leben verlängern. 

"Ich bin natürlich kein Futter!" - ©Tina Damster - Fotolia.com

Fleischesser, Allessser, Pflanzenesser - was isst der Mensch natürlicherweise?

 

Viele Menschen halten ihre Art für einen Allesesser, doch ernährungsphysiologisch ist der menschliche Körper eher für eine pflanzenbasierte Ernährung ausgerichtet. Insbesondere die Form des Gebisses und der lange Darm weisen darauf hin. Die entsprechenden physiologischen Merkmale des Menschen sind die von Fruchtessern, allerdings mit Tendenzen in Richtung Fleischessern (David Chivers 1992, "Diets and guts", in: Cambridge Encyclopedia of Human Evolution, Cambridge Univ. Press).

Auch unsere engsten Verwandten, die Menschenaffen, die uns auch in der Physiologie des Verdauungsapparates ähnlich sind, leben uns vor, dass Fleisch, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle bei ihrer Ernährung spielt. Gorillas leben vegan und von Wurzeln, Sprossen, Blättern, Rinden, Mark, Knollen, und je nach Art von einem mehr oder weniger großen Anteil an Früchten. Orang Utans verspeisen ab und an auch Eier, ansonsten setzt sich die Ernährung aus 60 % Früchten und 40 % anderen Pflanzenteilen zusammen. Und auch Bonobos und Schimpansen leben manchmal monatelang ausschließlich Pflanzenkost, die sich aus 56-71 % Früchten, 18-21 % Blättern und 11-23 % anderen Pflanzenteilen wie Kräuter, Nüsse, Rinde, Samen zusammensetzt. Zu 0,1-4% werden andere Tiere verzehrt, vor allem Termiten und Ameisen. Nur gelegentlich verzehren sie auch kleinere Wirbeltiere, wobei die Jagd auf andere Tiere hauptsächlich männlichem Imponiergehabe dient. Fleisch und Jagd ist bei Schimpansen Männerangelegenheit und hat kulturbedingte und psychologische Hintergründe.

 

Die Wirklichkeit des Menschen ist jedoch eine andere. Viele Menschen leben auf der Welt von großen Mengen an Fleisch, ihnen gegenüber stehen jedoch auch Gesellschaften, die sich fast ausschließlich pflanzlich ernähren. Es scheint damit die treffendste Aussage zu sein, dass der Mensch ernährungsphysiologisch ein sehr anpassungsfähiges Tier zu sein scheint.

 

Untersuchungen der Ernährungsgewohnheiten verschiedener Völker führte allerdings zu dem Ergebnis, dass ein traditionell hoher Fleischkonsum mit geringerer Lebenserwartung einhergeht. Die Eskimos und die russischen Kirgisen gehören wie die Einwohner Grönlands und Lapplands zu den Völkern mit dem höchsten Fleischkonsum und gleichzeitig der geringsten Lebenserwartung von oftmals bei nur etwa 30 Jahren.

Die höchste Lebenserwartung weisen die Völker auf, die wenig oder gar kein Fleisch essen, wie die russischen Kaukasier, die Yucaton-Indianer, die ostindischen Todas und die pakistanischen Hunza, mit einer Lebenserwartung von 90-100 Jahren. [1]

Die Kulturen mit der höchsten Lebenserwartung der Welt, nämlich die Vilcabambanen in den Anden Ecuadors, die Abkhasianer am Schwarzen Meer und die Hunza aus Nordpakistan im Himalaya ernähren sich entweder vollständig oder nahezu vollkommen vegetarisch.Bei den Hunza machen Fleisch und Milchprodukte zusammen nur 1 1/2 % ihrer gesamten Kalorienzufuhr aus. [2]

 

Die Ernährungswissenschaftliche Abteilung der nationalen Akademie der Wissenschaften hält jedenfalls fest: Reine Vegetarier aus vielen Völkern dieser Erde verfügen über einen exzellenten Gesundheitszustand." [3] So "unnatürlich kann Veggie also gar nicht sein. 

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© Silke Ruthenberg