Urteil: Fische müssen Käsemauken knabbern

Köln (16.7.) - Die Medienwelt krümmt sich mal wieder vor Lachen über einen neuen Fall gescheiterten Tierschutzversuchs. Die Stadt Köln – Ehre den Besiegten! – hat einem Beauty&Wellness-affinem Paar die Genehmigung für den Einsatz von Roten Saugbarben verweigert, die die Schwielen an den Käsemauken der Kundschaft abknabbern sollten. Sie scheiterte vor dem Verwaltungsgericht.

Gegenüber Karpfen haben Menschen kein Schamgefühl im Leib. Zu Millionen wird der Bewohner europäischer Süßgewässer von seinen zweibeinigen Fressfeinden verputzt – nicht nur zu Sylvester – , man schlägt ihnen als naturnahes Freizeitvergnügen gern den Haken ins lebende Fleisch und begäbt sie lebendig in Glaskästen -  Aquarien genannt.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich neuerdings der Einsatz einer kleinen Karpfenunterart namens Garra rufa im kosmetischen Segment. Weil die Fischchen gern Hornhaut knuspern, bieten Kosmetikbetriebe der Kundschaft an, für die Fußpflege die Quanten ins Aquarium zu tunken, wo sich hungrige Fischlein drängeln.  Was man sonst bedenkenlos auffrisst, das kann man freilich auch gewissensbefreit zum Fußpfleger degradieren. Immerhin knabbern die Fische doch freiwillig.

Das Veterinäramt Köln sah die Sache anders. Sie verweigerte aus  Tierschutzgründen einem Paar die Haltung. Der Einsatz der Fische sei durch die Verunreinigung der menschlichen Füße mit Nikotin, Schweiß, Talg und Seife sowie der Enge in den Aquarien mit ungerechtfertigten Schmerzen, Leiden und Schäden für die Tiere verbunden.

Vor dem Verwaltungsgericht unterlag die Stadt Köln. Tierschutz sei nicht so wichtig wie die freie Berufswahl, schulmeisterte der Richter (Karpfenfresser mit verhornten Käsemauken?) in der Urteilsbegründung.

Da fragt man sich dann schon, woher er diese Weisheit nimmt, nachdem der Schutz der Tiere als Staatsziel genau aus dem Grund in der Verfassung aufgenommen wurde, um dieser Anmaßung etwas entgegenzusetzen. Das ist schon ein paar Jahre her, aber moralisch Unterbelichtete sind ja generell oft Spätzünder.

Die Medienwelt spricht auch hier wieder die Sprache der Sieger und findet das Tierschutzbemühen des Veterinäramts ach-sowas-von-kurios. Den Besiegten ist der Hohn der Idioten gewiss. Aber unsere Solidarität mit den entehrten Fischen und dem Kölner Veterinäramt ist es auch.

Die sieben Helden von Dortmund

Weil sich nach dem heldenhaften Aufstand des Nümbrechter Bullen (R.i.P.) unter den Rindern herumgesprochen hat, dass auf die Solidarität des Tierschutzes kein echter Verlass ist, entschlossen sich weitere sieben Rinder, ihre Sache selbst in die Klaue zu nehmen.

Es geschah in Dortmund, wo die Sklavenhalter bereits vor Hunderten von Jahren mit den Bochumer Mittätern um die Leibeigenen im Streit lagen. Die sieben Leibeigene verschafften ihrer Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben einen Weg und brachen aus ihre Gefängnis auf einem Hof in Dortmund aus.

Die Häscher der Polizei und Bedienstete des Gefängnisses nahmen die Verfolgung auf. Zunächst flohen die Freunde der Freiheit über den Hof einer nahegelegenen Schule. Kurz darauf trennte sich die Gruppe aus taktischen Gründen, um die Verfolger in die Irre zu führen. Zwei Rinder verbargen sich in einen Hinterhof an der Carl-von-Ossietzky-Straße, um abzuwarten, bis die Luft rein ist. Leider begaben sich damit in eine ausweglose Situation, denn die Häscher bemerkten die beiden. Die Rinder kapitulierten daraufhin widerstandslos vor den eingetroffenen Beamten und Bediensteten des Gefängnisses und ließen sich abführen.

Der zweite Teil der Gruppe bewies mehr Klaue bei den Fluchtbemühungen. Zu fünft wählten sie den Fluchtweg über eine Kleingartenanlage zum Waldgebiet "Bolmke". Die Verfolger holten daraufhin  die Gefängniswärter des Dortmunder Zoos zur Unterstützung herbei und mit deren Hilfe wurden die Helden der Freiheit auf einer Wiese in der Bolmke schließlich festgesetzt und zurück in ihr Gefängnis zurückgebracht.

Wir verneigen uns vor der Entschlossenheit und dem Mut dieser sieben Helden der Freiheit. Mögen ihre nächsten Ausbruchversuche und die ihrer Brüder und Schwester die Freiheit bringen und damit ihnen zu ihrem natürlichen Recht auf eine würdige und selbstbestimmte Existenz verhelfen.

Rinder-Frau, Rinder-Mann, entschlossen gehet Ihr voran!

Den Häschern und Freiheitsberaubern aber möchten wir die Worte des großen Abraham Lincoln zurufen: „Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst.“                                

SR

Neue Maßnahmen gegen den Ferkel-Hitler

Neue behördliche Maßnahmen gegen Adrianus Straathof. Im November hatte der Landkreis Jerichower Land ein Tierhaltungsverbot gegen den wegen umstrittener Haltungsbedingungen in der Kritik stehenden Straathof ausgesprochen. Das Haltungsverbot bezog sich gegen Straathof persönlich. Der Versuch des Ferkelzüchters, dagegen juristisch vorzugehen, scheiterte bisher. Die Klage ist derzeit beim Oberverwaltungsgericht Magdeburg anhängig. Straathof selbst zog sich mittlerweile aus zwei seiner Betriebe in Brandenburg zurück.

Nun hat der Landkreis dessen Ferkelzuchtbetrieb Glava GmbH mit einem Tierhaltungsverbot belegt. Das neue Verbot gilt damit nicht mehr nur für Straathof persönlich,, sondern auch gegen eine seiner Firmen.

Die Ausweitung des Tierhaltungsverbotes bedeutet, dass alle 70.000 Tiere der Ferkelzuchtanlage in Gladau bis spätestens 31. August 2015 aus den Liegenschaften der Firma entfernt werden müssen. Ansonsten drohen dem Unternehmen weitere Strafzahlungen.

Laut dem Sprecher des Landkreises Jerichower Land, Henry Liebe, wurde Straathof bereits mit eine Strafe in Höhe von 50.000 Euro belegt, weil er das bisherige Verbot nicht eingehalten habe. Dieser sei zwar im Dezember als Geschäftsführer der Glava GmbH zurückgetreten, als Gesellschafter habe er jedoch weiter Einfluss auf die Tierhaltungsbedingungen in seinen Betrieben nehmen können. Damit sei die Tierhaltereigenschaft noch immer gegeben, erklärt Liebe. Wenn Straathof sich nicht endgültig zurückziehe, könnten die Behörden weitere Strafzahlungen bis zu einer halben Million Euro fordern.

Straathof hat Widerspruch gegen die untersagte Haltung von 70.000 Schweinen in Gladau bei Genthin eingelegt. Ob´s ihm was bringt? Oder wird er fortan Strohmänner bei seinem schändlichen Treiben einsetzen müssen? 

Schweine sollen in Kinderbüchern verboten werden

Die Diskriminierung der anderen Tiere kennt viele Gesichter. Der britische Verlag Oxford University Press will Schweine aus Kinderbüchern werfen und begründet dies damit, man wolle Muslime und Juden nicht verärgern und künftig kulturelle Unterschiede berücksichtigen. Abbildungen von Schweinen könnten verletzend wirken.

Der Vorstoß des Verlages, der seine pädagogischen Bücher in die ganze Welt verkauft, stieß auf einen Sturm der Entrüstung. Der muslimische Abgeordnete Khalid Mahmood nannte den Vorstoß "absoluten Quatsch". Ein Sprecher des Rates der jüdischen Institutionen in Großbritannien erklärte, das Judentum verbiete zwar das Essen von Schweinefleisch, nicht aber die Erwähnung oder die Darstellung des Tiers.

Es schließt sich der Sturm der Entrüstung des Tierrechts an. Wir möchten uns dem muslimischen Abgeordneten und dem Sprecher des Rates der jüdischen Institutionen beipflichten und zusätzlich anmerken, dass die Überwindung der Diskriminierung nicht durch Verballhornung veganer Anteile bei jüdischen und muslimischen Ernährungsvorschriften und durch Verlagerung der Diskriminierung auf andere Opfer funktioniert.

Ja, das täte Euch Schweinefressern so passen, dass die Schweine als Personen aus den Kinderbüchern verschwinden und damit völlig aus dem Bewusstsein auch von der kommenden Generation, die ohnehin nur in Kinderbüchern noch die Chance haben, zu erfahren, dass Schweine keine Bärchenwürste und Koteletts sind aber Bärchenwürste und Koteletts Schweine.

Den Schweinen nicht nur das Leben sondern auch noch das Gesicht zu nehmen – das hätte aus der Ideenkiste der Werbestrategen von der Fleischindustrie stammen können. Es lebe Piggeldy und Frederik.

 

Frederik“, ragte Piggeldy“, Frederik, was ist Diskriminierung?

„Nichts leichter als das“, sagte Frederik, "Das ist das, was Täter und Mächtige machen: Opfer verspotten, Opfer mißverstehen, Opfer kleinreden und dummreden und Opfer verschwinden lassen. Der Rufmord geht dem Mord voraus."

"Ach so", sagte Piggeldy und ging mit Frederik nach Hause.

 

Nachsatz: Wir sind unbedingt dafür, dass WÜRSTE in Kinderbüchern verboten werden. Diese Leichenschändung ist eine Verletzung unseres Veganergewissens. Soviel Antidiskriminierung sollte doch wohl möglich sei, oder?

Aufstand von Leibeigenen blutig niedergeschlagen

Grafschaft Devon/ Großbritannien – Der Landwirt David Gow hat sieben der unter seiner Herrschaft lebenden und als Nazi-Rinder verunglimpften Heckrinder umbringen lassen, weil sich diese nicht fügen wollten. Die freiheitsliebenden, rebellischen Rinder seien zu einer Gefahr für die Unterdrücker geworden, weil sie ihn bei jeder Gelegenheit angegriffen. Ihr aufrechter Gang und der angemessene Umgang mit ihren Freßfeinden endete für die Rinder tödlich. 

 

Heckrinder wurden in den 1920er Jahren aus verschiedenen Hausrindrassen gezüchtet. Die Tierparkdirektoren von berlin und München Heinz und Lutz Heck hofften, durch Zuchtwahl ein Abbild des ausgerotteten Auerochsen zu schaffen. Der gemeinsame Freund, Reichsjägermeister Hermann Göring, schätzte die Rinder als den Idealtypus der „arischen Kuh“. Auerochsen nämlich galten als Symbol germanischer Stärke.  Er wollte die „arischen Rinder“ in Polen als perfekte Jagdbeute für perfekte Menschen auswildern.

 

Die Leichname der Rinder wurden geschändet und gegessen. „Ich weiß nicht, wie attraktiv Dritte-Reich-Würstchen sind“, juxte Gow, „aber sie schmecken sehr gut.“

Nur sechs Rinder überlebten das Massaker, weil sie vorzogen, auf Knien zu leben.

Gow, der König auf dem Totenfeld, ist froh. „Jetzt herrscht Frieden auf der Farm.“ Grabesruhe wohl eher.

Weltpresse für eine russische Lebensretterin

Obninsk - Mascha, eine obdachlose Kätzin im russischen Obninsk, hat einen ausgesetzten menschlichen Säugling vor dem Kältetod gerettet. Stundenlang wärmte und leckte sie das Baby, bis endlich Anwohner auf das Kind aufmerksam wurden und den Notarzt informierten. Ohne den Einsatz von Mascha hätte der Säugling bei Temperaturen um Null Grad keine Chance gehabt. Als die Notärzte eintrafen, zeigte sich die Kätzin sehr besorgt, was diese mit dem zwei bis drei Monate alten Jungen anstellen und rannte den Sanitätern hinterher. "Sie war so in Sorge", sagte die Sanitäterin dem Sender REN", Sie ist wirklich ein vernünftiges Geschöpf." 
Das sind sie alle. Nur wir wollen nicht sehen.
Mascha selbst hat bisher nur wenig Glück im Leben. Immerhin kennt sie Armenspeisung. In einem Hausflur bekommt sie von Anwohnern Essen.

Tierhalteverbot für Schweinemäster Straathof

Es könnte die Wende in der Massentierhaltung sein, jubelt der STERN und der Tierschutz gleich mit: Behörden in Sachsen-Anhalt haben einem der größten Schweinemäster Europas die Tierhaltung verboten.

Ende November wurde den Anwälten von Adrianus Straathof der amtliche Bescheid über ein „Tierhaltungs- und Betreuungsverbot“ zugestellt. Freilich haben Straathofs Winkeladvokate unverzüglich widersprochen und Klage eingereicht, am Geld fehlt es da ja nicht. Das Verwaltungsgericht Magdeburg wies den Eilantrag am 15. Dezember zurück. Straathof soll gegen diesen Beschluss bereits Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt eingelegt haben.

 

Die Behörden stützten sich auf die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Stendal, die seit 2013 gegen Straathof ermittelt. Die Veterinäre des Landkreises Jerichower Land hatten in zwei Straathof-Anlagen "jahrelang" und "immer wieder erhebliche tierschutzrechtliche Verstöße" festgestellt, wie es in ihrem Bescheid heißt. Staathof verbricht sich in seinen Lagern an 1,5 Millionen Schweinekindern jährlich, mehr als Hamburg Einwohner zählt. Sollte der Bescheid gerichtlich Bestand haben, so bedeutet er praktisch Berufsverbot. 

Und ja, man ist im bundesdeutschen Klima der visionslosen Realpolitik bescheiden geworden und klammert sich an jeden klitzekleinen Strohhalm der Hoffnung, dass sich für die Milliarden Folteropfer, für die Milliarden Kriegsopfer ein bisschen was ändert, dass die Daumenschrauben etwas gelockert werden, dass die Folter etwas weniger foltert, die Angst weniger ängstigt, die Verzweiflung weniger verzweifelt.

 

Doch leider ist der vermeintliche Schlag gegen Straathof nichts als Augenauswischerei und bestenfalls eine aus der Ohnmacht geborene Träumerei, einen Verwaltungsakt als Anfang vom Ende wahrzunehmen.

Wenn es nur so einfach wäre, den Verbrechern das Handwerk zu legen.

 

Und es ist auch nichts Neues, dass diesen Massen- und Serienmördern der feigsten und übelsten Sorge Schwierigkeiten gemacht werden. In den 90ern erwischte es beispielsweise den größten Hühnersklavenhalter, vulgo: Eierproduzenten,  Europas, Anton Pohlmann. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte den Hühnerbaron mit einem Tierhaltungsverbot belegt, nachdem der Geflügelzüchter aus Südoldenburg rund 200 000 Legehennen qualvoll ermordet hat. Um die von Salmonellen befallenen Tiere zu töten, ließ Pohlmann einfach Lüftung, Tränken und Futtereinrichtungen abschalten.

Pohlmann überschrieb seine Betriebe an den Sohn. Der ging dann allerdings mit ihm in den Knast, weil er fünf Millionen milbenverseuchte Hühner mit Nikotinsulfat besprühen ließ und dabei der Arbeiter schweren gesundheitlichen Schaden nahm. Pohlmann ging dann zum Foltern ins Ausland. (Übrigens in die USA, da kennt man sich aus und in Utah liegt auch das Guantanamo der Hühner, es ist dort völlig rechtfreier Raum fürs Vögelfoltern).

 

Für die Hennen hat sich trotzdem nichts verändert. Nicht dadurch. Genauso, wie sich für die Schweine nichts ändern wird. Die Lager bestehen auch wiederhin. Und Straathof hat sicher Söhne und andere Strohmänner zuhauf, die Dinge werden sich im Fall des Falles schon behördenkonform regeln lassen. Die Verwaltung war schon immer der Hofstaat des Verbrechens, weil sich Verbrechen nicht verwalten läßt.

 

Dass sich der Hannibal Lektor der Schweine jetzt juristisch wehrt, liegt womöglich vor allem an der narzisstischen Kränkung durch den Beschluß der Sesselpupser in den Amtsstuben. Wer jährlich Millionen Schweine fertigmacht, mit dem springt kein Amtsschimmel so um. Womöglich ist es ja auch die Intrige eines Konkurrenten, da darf man auch nicht klein beigeben.

Und dann muss ja nach außen der Schein gewahrt bleiben, dass das System funktioniert, das das Verbrechen kaschiert. Daran haben dann auch beide Seiten ein Interesse: die Mäster und die Behörden. Welch eine Heuchelei! Und wie naiv, da auf den Leim zu gehen.

 

Solange Hühnern und Schweinen die Grundrechte vorenthalten werden, solange werden sie Sklaven bleiben mit allen Konsequenzen. Und solange die Straathofs dieser Welt nicht um ihre Freiheit und ihr Leben fürchten müssen, solange werden sie die unbegrenzten Möglichkeiten ohne Scham im Leibe nutzen, aus unseren Brüdern und Schwestern das Letzte herauszupressen, ihnen das Schlimmste anzutun.

 

Aber wenigstens spricht man wieder über die Millionen und Millarden mit dem gelben Zettel am Ohr und wir verkneifen uns den Vergleich, sondern wünschen nur den Schuldigen mit aller Inbrunst die Schwarzeschweinepest an den Hals. Mindestens das. Und summen ohnmächtig „Feierabend“ von Degenhardt: ... schließ die Fensterläden. Bring mir das MG... 

Silke Ruthenberg

 

Eine Durchbruch des Tierrechts: Sandra darf Person sein

Das Besondere: Sandra ist eine Orang-Utan-Frau. Bei ihr wurde erstmals das Recht auf Haftprüfung über Artgrenzen hinweg angewendet. Der Orang-Utan sei zwar biologisch nicht identisch mit dem Menschen, wohl aber emotional, argumentierten die Juristen. Sandra müsse deshalb als Person und nicht als Sache angesehen werden. Das Leben des Orangs im Zoo sei eine "ungerechtfertigte Gefangenschaft". 

 

Erst vor wenigen Tagen scheiterte in New York eine entsprechende Klage für drei Schimpansen. Hier weigerten sich die US-Richter, den Personenbegriff auch auf Nichtmenschen anzuwenden mit einer hahnebüchenen Begründung, die Rechte an die Fähigkeit knüpft, Pflichten zu übernehmen (wir berichteten hier auf dieser Seite).

 

Wir gratulieren der Initiative für ihren Erfolg vor Gericht und bedanken uns von Herzen bei den Richtern für den Akt wahrer Gerechtigkeit. Unsere Freudentränen gelten Sanda, dem Opfer lebenslanger Gewalt, auf dass sie ihre letzten Lebensjahre unter würdigen Verhältnissen verbringen darf. Das Urteil ist richtungsweisend und stellt eine große Hoffnung dar für andere Menschenaffen, die in Argentinien unter ählich barbarischen Bedingungen kaserniert leben müssen.

 

Das Urteil ist auch ein großer Schritt für ein echtes Recht für die nichtmenschlichen Tiere, das diese Bezeichnung auch verdient und es zeigt die Richtung auf, in die alle Veganer und Tierrechtler blicken sollten: nicht ein besseres Tierschutzgesetz als gönnerhaften Gnadenerweis sind wir den Tieren schuldig. Tiere sind Personen, denen wir endlich die verweigerten Grundrechte zurückgegeben werden müssen, die wir für uns selbst ganz genauso selbstverständlich in Anspruch nehmen, wie wir sie den anderen Arten bisher verweigern. Darunter geht nichts.

Lies auch hier

Vom Saulus zum Paulus ?!

Das sage noch mal jemand, Vegetarier und Veganer seien eine unbedeutende Minderheit ohne Einfluss. Ausgerechnet der traditionsreiche Wursthersteller Rügenwalder Mühle setzt zunehmend auf fleischlose Angebote. Freilich weist der Mammon und nicht die Moral hierbei den Weg.

Der Traditionsbetrieb, der mit Tee- und Leberwurst bekannt wurde, reagiert nach eigener Angabe auf das Imageproblem von Fleisch und Wurst. "Das ist schon ähnlich wie mit dem Rauchen. Es gibt einige in der Branche, die sagen, die Wurst wird die Zigarette der Zukunft", sagte Rauffus.

Man experimentiert  für die neuen Produkte mit Eiern und Rapsöl, aber auch mit einer veganen Variante und die Ziele sind ehrgeizig. "Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen wir mindestens 30 Prozent unseres Umsatzes mit vegetarischen Produkten erzielen", sagte Geschäftsführer und Miteigentümer Christian Rauffus der "Welt am Sonntag".

Derweil harren wir erwartungsvoll des Moments, wenn Wurstesser zum Verzehr des auf links gedehten Schweins endlich vor die Tür müssen: "Fleischesser müssen leider draußen bleiben!" ...

Die vegane Blume wächst weltweit

Andere Länder, gleicher Trend. Nicht nur in Deutschland, auch in Schweden und Israel gedeiht die vegane Blume wie noch nie. 

Eine neue Repräsentativumfrage von Demoskop hat ergeben, dass 10% aller Schweden vegetarisch oder vegan leben. Damit ist der Anteil der Vegetarier in den vergangenen 5 Jahren um 4% gestiegen. 4% der Schweden leben dabei vegan, 6% vegetarisch.

Die meisten Vegetarier und Veganer leben in Schonen ganz im Süden Schwedens und im Raum Stockholm. Bei den 15-34jährigen ernähren sich bereits 17% vegan oder vegetarisch. Für fast die Hälfte der Befragten waren tierschützerische Erwägungen ein oder der Auslöser für die Ernährungsumstellung. Nur für 15% der Veganer und Vegetarier spielt der Tierschutz keine Rolle.

Auch in Israel verzichten immer mehr Menschen auf tierische Produkte. Die Zahl der Veganer hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf rund 200.000 glatt verdoppelt. Allein eine Million Vegetarier sollen mittlerweile in Israel leben, das ist jeder 8. Einwohner. Die Entwicklung ist so gewaltig und schnell, dass DIE WELT im März bereits den Weltfrieden (sic!) durch Israels Veganer bedroht sieht. Uuuiiii, das sagen wir jetzt mal gar nichts dazu!!! Es käme bereits zu Engpässen bei veganen Produkten. Die Fastfood-Kette Domino´s Pizza entwickelte eigens eine vegane Pizza, um die veganer artgercht abfüttern zu können. Und großer Schock für die Überzeugungkannibalen: das berühmte Restaurant Nanushkka in Te Aviv – einst gefeiertes Fleischrestaurant -, wurde im Februar quasi über Nacht auf vegan umgestellt. Eine Weltsensation. Und das, weil bei den Besitzern einfach der Groschen gefallen ist. Geht also...

News rund um die veganen Welten

FOTO: © amnachphoto - Fotolia.com

Kroko kann vegan!

 

Schon kleinen Kindern bringt man bei, dass Krokodile unfreundliche Tiere sind. Der Ruf der Reptilien könnte kaum schlechter sein. Dabei ist das Krokodil nicht nur enorm gescheit und in der Lage, gezielt Werkzeug zu benutzen. Es kann auch vegetarisch leben.

Die Krokodile auf einer Farm am Lake Kariba in Simbabwe teilen das grausame Dasein von Millionen versklavter Tiere anderer Arten. Sie sollen Handtasche mit Gucci und Louis Vuitton-Label werden. Als vor 8 Jahren während der Wirtschaftkrise in Simbabwe Fleisch knapp wurde, begannen die Züchter, die 164.000 Krokodile mit rein vegetarischen Pellets aus Pflanzenproteinen und Maismehl zu ernähren.

Die Fleischesser gediehen bei der veganen Ernährung prächtig und bekamen – wie Menschen – sogar eine bessere Haut. Und auf ihre weichen und geschmeidigen Häute hat es der Konzern abgesehen. Sie wird den Tieren im zarten Alter von zweieinhalb Jahren geraubmordet. Für´s Guccitäschchen für völlig unbedeutenden Narzisstinnen in der Fettlebewelt, wo vegan derzeit Lifestyle ist. Am Ende halten die das dann auch noch für vegane Mode...

Was soll man dazu sagen ...

Quelle: Reuters, 9.4.2014

SOLLEN SIE DOCH HUNGERN, DIE VEGANEN PLAGEN!

Ideologischer Terror: Senat und Bezirke schließen vegan lebende Kinder bei der Schulverpflegung aus

 

11.04.2014 Berlin / Brandenburg

Seit der Reform der Schulverpflegung durch den Berliner Senat bekommen Kinder neuerdings kein veganes Mittagessen mehr. „Der Senat sieht eine vegane Schulverpflegung nicht vor“, erklärt der Koordinator Dirk Medrow vom Landesprogramm für die gute gesunde Schule, das die Ausschreibung ausgearbeitet hat. „Die Vorgaben für das Schulessen richten sich nach den Einschätzungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), und die lehnt eine vegane Ernährung von Kindern ab“. Warum auch immer. Womöglich will man nun tatkräftig dafür sorgen, dass vegane Kinder endlich mal - wie verkündet - mangelernährt werden. indem man ihnen nichts mehr zu essen gibt. Dann wird das schon klappen.

 

Allerdings sieht die Ausschreibung eine Berücksichtigung ethischer und religiöser Aspekte vor, man ist sich also bewusst, dass die Wahl von Lebensmitteln und die grundrechtliche verbriefte Glaubens- und Gewissensfreiheit zusammengehören können. Eine vegane Ernährung sei damit nicht gemeint, erklärt jedoch Herr Medrow, da die Senatsverwaltung sonst ein »Portfolio an Sonderwünschen« befürchte. 

Und der größte Treppenwitz der Geschichte: Die 37 Euro monatliche Verpflegungsanteil sollen die veganen Familien für ihre Sprösslinge trotzdem berappen, auch wenn die Kinder den ethisch kontaminierten Fraß der Caterer nicht anrühren. Ihr Geld will man also trotzdem. Man lacht und weint und fasst es nicht.

 

Verschiedene Eltern erwägen nun eine Petition und ein rechtliches Vorgehen gegen das Veganer-Mobbing. Sollen die ideologisch verbohrten Antiveganer ruhig merken, dass auch Pflanzenesser wehrhaft zubeißen können.

Dussmann wird vegan

Caterer mit veganen Menüs in Betriebsrestaurants

 

BERLIN - 5.4.2014. Als erster großer Caterer will Dussmann Service vegane Gerichte als eigenständige Menülinie „Dussmann vegan“ in seinen deutschlandweiten Betriebsrestaurants einführen. Am 10. April findet dazu auf der Kulturbühne im Dussmann-Haus in der Friedrichstraße eine Einführungsveranstaltung statt: Ein Showkochen mit TV-Koch Christian Rach, Catherine von Fürstenberg-Dussmann, der Vorsitzenden des Stiftungsrates der Dussmann Group, und Ingo Jäger, Küchenchef und Vegan-Botschafter bei Dussmann Service (der demnächst eine vegane NAMENSÄNDERUNG vornehmen lassen sollte. Wir schlagen Ingo Sammler vor. Anm.d.Red.). Dussmann Service war im vergangenen Jahr zum besten Catering-Unternehmen bei Betriebsrestaurants und zum Caterer des Jahres gekürt worden. 

Kein Schwein drin: Alles im grünen Bereich!

Auf sie mit Gebrüll!!

Verbraucherschützer entdecken die Veganer


Böse, böse! Die Helden des Verbraucherschutzes Hamburg haben in akribischer Kleinarbeit herausgefunden, dass vegane Wurst – pfui! - fettiger und salziger ist als eine Paprikaschote.

 

Erst vor wenigen Wochen rollte eine Ani-Veggie-Propaganda durch die bundesdeutschen Medienlandschaft: Eine Interviewstudie der Universiät Graz hatte ergeben, dass Vegetarier ungesünder sind als Fleischesser. Da der Begriff „Vegetarier“ aber nicht geschützt ist, hat man denen einfach die Fischesser zugeordnet, und damit die Anzahl der "Vegetarier" mehr als verdoppelt, um auf das verkündete Ergebnis zu kommen. [mehr]

 

Da die Sorge um die Gesundheit der Veganer beinahe schon legendär ist, legt nun die Verbraucherzentrale Hamburg nach und stellt aufgeregt fest, dass 4-5 von 20 untersuchten veganen Ersatzprodukten zu fett- und salzreich sind. Und auch hier erfährt die Angelegenheit breitmöglichen Niederschlag in den Medien: Vegan bedeutet nicht gleich gesund. Ätsch!

 

Man muss sich schon genau informieren, um zu erfahren, dass die monierte Geflügel-Fake-Mortadella trotzdem nur halb so viel Fett wie herkömmliche Mortadella enthalte, genauso wie die Lupinen-Bratwurst. Allerdings der Veggie-Bratklops enthalte sogar 30% mehr Fett als der „echte“. Als wäre Fett gleich Fett.

 

Man möchte den Besorgten zurufen, dass man sich derartige Sorgen getrost sparen kann. Ein Fall für den Verbraucherschutz wäre es, wenn in der Veggie-Bratwurst ein Schwein stecken würde. Und nur darum geht’s bei Fleischfakes. Schreibt Euch das hinter die tieressenden Ohren!

 

Und übrigens: Veganer verstehen die Produktbeschreibung „ethisch“ durchaus, auch das muss nicht moniert werden. Aber vielleicht sollte man das wirklich mal für die Verbraucherschützer genauer erklären, da besteht offenbar noch Entwicklungsbedarf.

 

Und dem Verständnis für die Bedeutung von Fake-Mortadella für Veganer muss auch noch auf die Sprünge geholfen werden: Das ist nämlich so was wie Methadon für Fleischsüchtige, um sich den kalten Entzug vom Bösen einwenig geschmeidiger zu gestalten. Wer es gesund mag, macht sich doch eh Tomaten und Guacamole auf die Schnitte statt eine Fake-Wurst.

 

"Veganer sollten wissen, dass es sich bei den speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Fertiglebensmitteln nicht um naturreine Produkte handelt", sagt Verbraucherschützerin Silke Schwartau. „Verbraucherschützer sollten wissen, dass das den Veganern so ziemlich wurscht ist“, sagen wir. „Nicht wurscht wären Darm und Huf in der veganen Streichwurst. Salz hingegen ist ethisch unbedenklich.“

 

Die vom Verbraucherschutz wissen offenbar nicht, worum es bei „vegan“ wirklich geht. Oder stellen sie sich am Ende nur dumm, um Fleischesser besser veräppeln zu können?

 

 

Vegan für Wintersportler

 

Und wieder erobert die vegane Küche eine weitere Bastion für Fleischesser. Jetzt können auch Veganer Wintersport betreiben und etwas gegen ihre fahle Gesichtsfarbe tun ;-)

Seit diesem Winter werden nämlich in ausgewählten Bergrestaurants des österreichischen Skigebiets Hochkönig auch vegane Gerichte wie Sesamfalafel mit Hummus oder Linseneintopf mit Röstzwiebeln serviert. Revolution auf der Skihütte, befindet also die Frankfurter Allgemeine.

Bisher waren die Gaststätten Refugien für vegane Hungerkünstler, denn für Vegetarier gab es allenfalls Semmelknödel und Kaiserschmarrn – wenn sie nicht die Würstchen aus der Linsensuppe popeln wollten. Veganern blieb bisher der Putz an der Wand...

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26.02.2014 

Fleischverzehr belästigt Mitreisende

 

In einigen Zügen der Deutschen Bahn wurden Hinweisaufkleber entdeckt, die den Verzehr von Tierprodukten in Zügen untersagen. „Aus Gründen der Hygiene und aus Rücksichtnahme auf andere Fahrgäste ist der Verzehr tierischer Produkte in diesem Abteil nicht gestattet", steht auf den blauen Aufklebern. Der gemeine Fleischesser ist irritiert. Die Bahn stellt klar: Die Aufkleber sind nicht echt. In den Zügen dürfe alles verzehrt werden, was andere Fahrgäste nicht belästige.

Ja, aber darum geht es ja, sagt da der Veganer: es belästigt ja doch!

WAZ, 3.3.2013

Vegan Bahn fahren - ab März möglich

 

Die Deutsche Bahn bietet ab März 2014 ein veganes Gericht im Bordrestaurant an. Aktuell befindet sich die Innovation noch in der Entwicklungsphase. Fest steht aber bereits, dass es sich um ein Pasta-Gericht handelt. „Derzeit entwickeln wir die Speisen für die von März bis Mai 2014 gültige Speisekarte unserer Bordrestaurants. Neben drei Aktionsgerichten und unserem Standardangebot werden wir unseren Gästen dann auch ein veganes Pasta-Gericht anbieten", kündigte eine Bahn-Sprecherin an. 

"Da kann man ja mal wieder Bahn fahren!", freut sich der Veganer.

AHGZ online vom 12.12.2013

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© Silke Ruthenberg