Und ich hab immer noch Angst, ich werd´ nicht satt...

Unter dem Stichwort Gesundheitsberater vermitteln wir dir auf VIVA VEGAN in 15 Minuten das nötige Wissen, dass auch Du genug Bescheid weißt, um dich risikofrei ins vegane Abenteuer stürzen zu können. Wir werden Dir hier auf der Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse aus vielen Ernährungsstudien das notwendige Basiswissen zur gesunden veganen Ernährung geben. Es ist nämlich viel leichter, als Du vielleicht denkst.

Nachwuchs-Veganer bei der Lieblingsbeschäftigung: Blaubeerpflücken in Finnland

Ist vegan riskant?

 

Viele gazettengebildete Menschen halten die vegane Ernährung nach wie vor für mangelhaft und ungesund. Während die kritischen Stimmen gegenüber dem (Lakto-Ovo-) Vegetarismus über die Jahrzehnte weitgehend verstummt sind, erheben die ewigen Bedenkenträger gegenüber dem Veganismus weiterhin den mahnenden Zeigefinger und warnen vor drohendem Mangel. 

 

Zwar ist mittlerweile anerkannt, dass ein hoher Anteil an Nahrungsmitteln tierlichen Ursprungs der Gesundheit abträglich ist. Die meisten Ernährungswissenschaftler geben sogar mittlerweile zu, dass eine eine vollwertige vegane Ernährung zumindest für Erwachsene durchaus möglich ist. Im gleichen Atemzug betonen sie aber gleichzeitig, dass dafür ein umfangreiches Ernährungswissen notwendig ist. Für Säuglinge und Kinder einerseits und Schwangere und Stillende andererseits sei die vegane Ernährung völlig ungeeignet. 

 

Warum die Vorbehalte?

 

Die Vorbehalte begründen sich vor allem theoretisch: vegane Ernährung ist durch ihre Einschränkungen definiert. Kein Fleisch, keine Wurst, keine Eier, keine Milch. Viele Grundnahrungsmittel, auf die breite Mehrheit täglich zugreift, sind tabu.

Da diese Grundnahrungsmittel in der herkömmlichen Ernährung die Hauptlieferanten für verschiedene Nährstoffe darstellen, dachte man lange, dass diejenigen, die darauf verzichten, eine Mangelversorgung riskieren. Schon logisch, aber alles in allem ein sehr theoretisch begründetes Mißtrauen.

 

Studien und das Spiel damit

 

Tatsächlich gab es bis vor kurzem noch relativ wenig Studien zum gesundheitlichen Status von Veganern. In der wissenschaftlichen Literatur und in den Massenmedien geistern allerdings einige Fallbeispiele von mangelernährten Säuglingen und Kindern herum, die nach Angaben der Autoren vegan ernährt wurden. Dies brachte die Ernährungsweise insgesamt in Verruf. Dabei handelte es sich in den meisten dieser Fälle gar nicht um vegane Ernährung, sondern um zwar pflanzliche Kost, die darüber hinaus weiter eingeschränkt wurde (Makrobioten, Frutarier, Urköstler). Diese Fehlernährungen der veganen Ernährung zuzuschreiben, ist schon grob verzerrend.

Das müsste eigentlich auch ein Ernährungswissenschaftler erkennen können.

 

Die Vorbehalte gegen die vegane Ernährungsweise werden dabei auch der Tatsache nicht gerecht, dass es durchaus und gar nicht so selten auch Fälle von Malnutrition bei Gemischköstlern gibt, was ein steigendes Problem sowohl bei Kindern als auch bei alten Menschen darstellt. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Fälle von Mangelernährung bei Pflanzenessern prozentual häufiger auftreten als bei Gemischtköstlern. Trotzdem bekommen nur die Veganer was zu hören. 
Warum also diese überschießenden Reaktionen gegen vegane Ernährung?

 

Andere mögliche Motive für all das Mißtrauen

 

Tatsächlich geistern nach wie vor eine Fülle von Vorurteile durch die Medien und die Fachwelt, olle Kamellen, die längst wissenschaftlich entkräftet sind. Und trotzdem werden sie ständig wiedergekäut.

 

Womöglich sind die Unkenrufe nur ein Spiel mit den Urängsten der Menschen, nicht sattzuwerden? Die Vorstellung von der aufgeschlagenen Nährwerttabelle neben dem Teller jedenfalls vergällt den meisten den Appetit schon vor dem Essen. Es klingt anstrengend, lustfeindlich und unnatürlich. Essen soll schließlich auch Spaß machen. Und drohender Mangel macht Angst. Besser kann man jedenfalls kaum Anti-Propaganda gegen den Veganismus machen.

  

Ist es also nur wissenschaftlich verbrämte Propaganda im Dienste von Mainstream und Wirtschaftsinteressen?

Wird dieses Mißtrauen gegen vegane Ernährung lebendig gehalten, um uns zum Spielball von Wirtschaftsinteressen zu machen?

 

Was ist überhaupt Fehlernährung?

 

Fehlernährung bedeutet falsche Versorgung mit den essentiellen Nährstoffen. Konkret stellt sich also die Frage, ob eine rein pflanzliche Ernährung zwangsläufig zu einer Mangelversorgung von Nährstoffen führt, die der Mensch bei einer vollwertigen Ernährung zu sich nehmen muss.

Um diese Frage zu ergründen, beschäftigen wir uns mit den üblicherweise genannten Kritikpunkten und überprüfen sie, inwieweit sie begründet sind. Dann stellen wir die wichtigsten Studien zum Thema vegane Ernährung vor und abschließend erfährst Du, wie leicht es ist, sich vollwertig vegan zu ernähren.

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© Silke Ruthenberg