Ein guter Start in den Tag

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Kickeriki! Zu Ehren des Hahns haben wir für Dich zwanzig Ideen für einen guten Start in den Morgen zusammengestellt, die Deine Gesundheit und die der Tiere gleichermaßen im Blick haben. Mit diesen Tipps kannst Du mit gutem Gewissen in den Tag starten, denn vegane Rezepte sind cholesterinfrei und die schlanke Variante der herkömmlichen Kost. Vor allem aber beginnt das tägliche Unrecht an Tieren normalerweise schon am Morgen und auf dem Frühstückstisch. Wurst, Käse, Ei, die Milch in Müsli und Kaffee - dafür wurde lebenslang gelitten, dafür wurden Tiere ums Leben gebracht. Zum Glück geht es ganz leicht auch ganz anders. Wir wünschen Guten Appetit!

Pflanzenmilch für einen guten Morgen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein anständiges kontinentales Frühstück kann ganz leicht gezaubert werden. Kuhmilch ersetzt du ganz einfach durch Pflanzenmilch: Sojamilch, Hafermilch, Reismilch, Mandelmilch, Haselnussmilch.
Pflanzenmilch bekommst du in den meisten Supermärkten, in Drogerien, Reformhäusern und natürlich im Biomarkt. Am besten mehrere Sorten und Produkte verschiedener Hersteller ausprobieren, die Geschmacksunterschiede sind teilweise erheblich. (Schlag)sahne gibt es auch vegan im Reformhaus und Bioladen. Allerfeinsten Kakao gibt es auf Sojamilchbasis fix und fertig und sooo lecker. Kindheits-Feeling im Tetrapack!

Hafer- und Sojamilch lassen sich auch prima aufschäumen, einem Café Latte Macchiato steht also nichts im Weg.
TIPP: Sojamilch mit Vanillearoma schmeckt im Kaffee besonders gut

Smoothies and more

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Obst zum Frühstück ist immer eine gute Idee. Und das geht auch trinkbar.

Probiere zum Frühstück statt - oder zusätzlich zum obligatorischen Kaffee oder Tee doch einmal einen leckeren Smoothie. Im Internet findest Du Tausende an einfachen und raffinierten Rezepten. Zu knackigen Preisen gibt es sie auch fertig zu kaufen, besser, du bereitest sie selber kreativ und günstig zu. Zur Herstellung brauchst Du nur einen Blender oder Pürierstab.

Für Einsteiger:

1 Kiwi und eine Banane schälen und in grobe Stücke schneiden, 1 Glas Orangensaft dazu und optional einen Spritzer Agavendicksaft. Mixen. Geniessen (für zwei Personen) Mit einer halben Mango wirds noch leckerer. Oder mit Erdbeeren, Blaubeeren, Ananas. Eine gute Idee sind auch grüne Smoothies. 

Anmerkungen zum Brot

Zum Frühstück gibt es eine Brot, Brötchen, Laugenstangen, Brezeln, Toast, Croissants, Knäckebrot. Oft ist es vegan, manchmal aber auch nicht. Es bleibt einem erstmal nichts anderes übrig, als die Zutatenliste zu studieren. Beim Bäcker muss man nachfragen. Backferment enthält Honig, die bessere Wahl sind Sauerteigbrote oder Hefebrote.

Natürlich kannst Du auch Dein eigenes Brot backen, das ist gar nicht so schwierig und macht viel Spaß. Im Bioladen bekommst Du veganen Blätterteig (von MOIN), daraus kannst Du ganz einfach Croissants machen.

Croissants selbst gemacht

ZUTATEN:

225 g Vollkornmehl
100 ml lauwarme Sojamild
1/2 Würfel Hefe
Zucker nach Belieben
100g kalte Pflanzenmargarine
1 TL Salz


Die Hefe in der Sojamilch auflösen und 10 Minuten gehen lassen. Mehl, Salz und Zucker dazugeben und zu einem festem Teig verkneten. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Teig ausrollen, Margarine in der Mitte platzieren, einschlagen, umdrehen, ausrollen, einschlagen. Den Teig eine Stunde in den Kühlschrank geben, dann das Ganze wiederholen. Nochmal eine Stunde in den Kühlschrank, dann 5 mm dick ausrollen, in Wimpel schneiden, einrollen und bei 200°C für 30 Minuten backen.
Ergibt 8-10 Stück


Was kommst auf den Frühstückstisch?

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Es gibt eine große Auswahl von veganen Brotaufstrichen und Aufschnitt - süß und herzhaft, ganz nach Gusto. Die besten bekommst Du in Biomärkten, aber sogar Supermärkte erweitern ihr Angebot. Marmelade ist generell unverdächtig. Lass Dich inspirieren. 

Butter ist freilich Tabu. Im Reformhaus und Bioläden gibt es statt dessen vegane Pflanenmargarine. Sehr lecker sind auch Nussmuse oder Erdnussmus als Grundlage unter der Marmelade. Und probiere auch die vegane Schokoladencreme (Bioladen, Reformhaus). Statt Honig bietet sich Hommelhonig (Vegan-versand) oder Agavensirup (Bioladen, Reformhaus, viele Supermärkte) an. 

Viele handelsübliche Müslis sind nicht vegan. Du kannst sie dir aber mit Haferflocken, gepoppten Amaranth, Nüssen, Trockenfrückten etc. selbst zusammenstellen.

Streichwurst und sogar Gänseschmalzfake bekommst Du überall, aber auhc hier ist der Biomarkt die beste Adresse. Wer gar nicht so scharf ist auf Fakes, der prbiert die unzähligen Pflanzenaufstrichvariationen von Auberginge bis Zwiebel. 

Gute Schnitt"wurst" gibt es im Bioladen.

Veganen Käse bekommst Du immer noch am besten beim Vegan-Versand. Manche Supermärkte führen mittlerweile den "Wilmersburger" Schnittkäse. Dort findest Du auch ein gutes Sortiment an Sojajogurt, sowohl neutral als auch mit Früchten. Sehr lecker.

Veganer Frischkäse - handgemacht

1 Päckchen Sojasahne
400 ml Sojamilch
1⁄2 Zitrone

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Die Sojasahne mit der Sojamilch aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen. Den ausgepressten Zitronensaft vorsichtig über die gesamte Oberfläche träufeln, so dass die Milch ausflockt. Den Topf zugedeckt einige Stunden auskühlen lassen. Die Masse in einen Kaffeefilter oder ein feinmaschiges Sieb geben und über Nacht abtropfen lassen. Fertig ist der anständige Frischkäse.

 

 

Croissants mit Blaubeerfüllung

Den Blätterteig auftauen lassen und Wimpel ausschneiden. Den veganen Joghurt bzw. den Frischkäsefake mit 2 EL Kokosflocken mischen. Je einen Klecks der Mischung und von der Blaubeermarmelade auf die Mitte der Dreiecke geben. Die Ränder mit Wasser bepinseln und die Dreiecke aufrollen. Auf ein Backblech legen, das mit Backpapier ausgelegt ist. Mit Margarine bestreichen und die restlichen Kokosflocken darüberstreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 10-12 Minuten backen.

 

 

8 quadratische Scheiben veganen TK-Blätterteig (z.B. von MOIN/ Biomarkt)
100 g veganen Joghurt oder Tofutti-Frischkäsefake (Vegan-Versand)*
oder den "Frischkäse" von nebenan
2 El Kokosflocken
Blaubeermarmelade
1 EL geschmolzene Pflanzenmargarine

 

 

Quaak - Veganer Frühlingsquark

500g Sojajoghurt
1/2 Zwiebel
2 El Schnittlauch
Salz und Pfeffer

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Einen Kaffeefilter in einem Sieb über eine Schüssel hängen. Sojajoghurt in den Kaffeefilter geben und etwa einen halben Tag abtropfen lassen, bis er die gewünschte feste Konsistenz zeigt. Zwiebel schälen und fein hacken. Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden. Zum Quark geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

Hummelhonig - selbst gepflückt

Etwa 500 Löwenzahnblüten pflücken. Insekten umsiedeln. Zuhause die Blütenblätter abzupfen und mit dem Saft der Zitronen in zwei Liter Wasser etwa 20 Minuten köchen lassen. Den Sud über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag den Sud durch ein Tuch filtern, um die Blütenblätter zu entfernen. Den Saft wieder in den Topf geben und erhitzen. Wenn er warm geworden ist 2 Kilogramm Zucker einrühren und je nach gewünschter Konsistenz zwei bis drei Stunden einkochen lassen. In Gläsern abfüllen.

 

 

500 Löwenzahnblüten

2 Zitronen
2 Liter Wasser
2 kg Zucker

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Waffeln auf Vegan Art

500 g Mehl
150 g Rohrzucker
2 EL Backpulver
1 TL Salz 3 EL Öl
500 ml Sojamilch oder Reisdrink mit Vanillegeschmack
100 ml Mineralwasser
Kokosfett für das Waffeleisen

 

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Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und zusammenmischen. Danach das Öl, Sojamilch bzw. Reisdrink und Mineralwasser zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Nun den Waffelteig portionsweise in ein leicht gefettetes Waffeleisen (mittlere Hitze) geben und ca. drei Minuten ausbacken. Tipp: Lecker ist es auch, wenn man noch eine zerdrückte Banane zum Teig gibt, allerdings klebt er dadurch ein wenig mehr am Waffeleisen.

 

 

Vegane Pfannkuchen

 Einen cholesterinfreien leckeren Pfannkuchen kannst Du ganz leicht zaubern: Mehl, Sojamilch und einen Schuss Mineralwasser miteinander zu einem cremigen Teig verrühren. Du kannst noch eine zerdrückte, sehr reife Banane dazugeben, damit kann man das Ei im Pfannkuchen ersetzen (muss es aber nicht). Lecker schmeckt es, wenn man dem Teig eine Handvoll Baubeeren zugibt. So oder so den Teig in einer Teflonpfanne in Öl backen. Wenn du den Pfannkuchen nach dem ersten Wenden zerrupfst, bekommst du einen prima Kaiserschmarrn. Dazu schmeckt Ahornsirup, Zucker, Zimt Apfelmus...

 

 

1 Tasse Sojamilch

1 Tasse Mehl
etwas Mineralwasser
Optional Blaubeeren,
reife Banane(optional)
Zucker, Zimt,
Apfelmus, Ahornsirup

 

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Kein Rührei ohne Speck


400 Gramm weichen Tofu
1 Teelöffel Kurkuma
1 Bund Schnittlauch
1 große Zwiebel
200 ml Sojamilch
Salz, Pfeffer, Öl
200 g Räuchertofu 

 

 

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Den Räuchertofu in dünne Streifen schneiden in einer Pfanne in Öl knusprig braten. Währenddessen die Zwiebel würfeln und den Tofu mit einer Gabel oder mit (gewaschenen) Händen zu Krümeln zerdrücken. Den Räuchertofu-"Speck" aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen. Die Zwiebeln in Öl glasig anschwitzen. Den Tofu dazugeben und mit der Sojamilch aufgießen. Kurkuma dazugeben und 3-4 Minuten stocken lassen. Salzen, pfeffern und mit dem in Ringe geschnittenen Schnittlauch servieren.
Tipp: Mit Kala Namak Salz würzen (im Asiashop), das gibt noch den typischen schwefeligen Ei-Geschmack

 

 

Frischkornbrei

Sehr gesund und lecker ist dieses Frühstücksrezept, das du am Abend vorbereitest, indem Du pro Person 3 EL geschrotetes Getreide mit Wasserübergießt, sodass es leicht bedeckt ist. Die Schale stellst Du in in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen einen geraspelten Apfel und weiteres Obst in Stücken und ein paar gehackte Nüsse oder Kerne nach Wahl zum gequollenen Schrot geben, einen Becher veganen Joghurt dazu und mit Zitronensaft und Sirup abschmecken.
Übrigens: So ein leckeres Müsli kannst Du auch mit einer Handvoll kleinen, Feinblatt-Haferflocken bereiten...

 

 

3 EL geschrotetes Getreide
geraspelter Apfel
Obst nach Belieben (Banane, Beeren, Pfirsich, Melone, Orange)
Nüsse und Kerne nach Belieben
ein Becher veganer Joghurt
Zitronensaft
Sirup (z.B. Agavensirup)

 

 

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Gröt - Tomtes schwedische Hafergrütze

 4 gehäufte EL grobe Haferflocken
2 Tassen Sojamilch oder Wasser
1 Prise Salz
Zucker, Zimt
Saft (Mango, Ananas)
Banane, in Scheiben geschnitten

 

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Gröt war während der Wikingerzeit ein kraftspendendes Gericht für die einfachen Leute. Sie aßen die Grütze auf Basis von Roggen, Gerste und Hafer ("hästakorn"). 

Die wunderschönste Geschichte rund um den Haferbrei erzählte uns Astrid Lindgren in "Tomte und der Fuchs". Darin füttert der Kobold "Tomte Tommetott" im Winter den hungrigen Fuchs, um die Hühner vor ihm zu schützen.  

Gröt macht auch Menschen satt und stark.  Du kochst dafür die Haferflocken mit der Sojamilch (oder einer anderen Pflanzenmilch) und einer Prise Salz kurz auf und nimmst den Topf von der Herdplatte. Abgedeckt 5 Minuten ziehen lassen.

In eine Schale füllen, Saft und Banane dazugeben und nach Geschmack mit Zucker und Zimt bestreuen.

 

 

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© Silke Ruthenberg