Hallo. Ich blogge ab jetzt hier auf VIVA-VEGAN, weil sich neuerdings so unheimlich viele Leute für mich interessieren, nachdem ich erklärt habe, warum ich vegan lebe. Ich hoffe, dass dadurch immer weniger Menschen Tieren schaden und sie aufessen. 

31.Mai 2014

Ich bin schon ganz aufgeregt, weil ich bald in den Urlaub fahre. Dafür waren wir heute auch beim veganen Radix-Einkaufsmarkt einkaufen. Ich habe vegane Marshmellows gefunden, die wir über dem Feuer grillen können. Dann haben wir auch noch viel Sojamilchpulver gekauft, denn beim Trekking schleppen wir unser ganzes Essen auf dem Rücken und das Sojamilchpulver ist ganz leicht und das können wir mit Wasser aus dem See anrühren.

Mami hat sich ganz lange mit dem Colin vom Great Ape Projekt unterhalten. Das ist mir auf die Nerven gegangen, auch wenn der schon nett ist und so lange Haare hat wie ein Orang Utan. Der kämpft für die armen Affen in Zoos, denen man die Rechte geklaut hat. Aber dass man soviel reden muss, wenn man gleicher Meinung ist, werde ich nie verstehen. Er hat erzählt, dass sich die Leute furchtbar aufgeregt haben, weil Mami mich vegan gefüttert hat, als ich klein war und dass welche sagten, man solle mich meiner Mami wegnehmen. Was für ekelhafte Dummköpfe. Die ticken doch nicht sauber. Die sind so böse, dass sie nicht ertragen können, wenn ausnahmsweise einer mal gut ist. Aber ätsch! Bei mir ist Euch das nicht geglückt, weil ihr nämlich so schwach seid. Ich bin sehr froh und stolz, dass ich mich nie an Tieren verbrochen habe. Wer kann das schon von sich sagen?

Im Radix wurden auch Bilder von traurigen, unschuldigen Affen in Haft gezeigt. Ich war zweimal im Zoo. Einmal, weil Mami was recherchiert hat. Da war ich noch ganz jung, aber ich kann mich noch erinnern, dass ich mich nicht wohl gefühlt habe. Einmal sind wir mit der Schule dorthin, das war total sinnlos und ich hab richtig Wut gekriegt. Ich weiß nicht, was man daran schön finden kann, eingesperrte Tiere anzusehen. Das ist doch pervers. Wahrscheinlich fühlen sich die Leute stark, wenn sie die Tiere so klein machen können und deshalb gehen sie dahin. Kleine Scheißer brauchen dieses Gefühl ja.

Ich war allerdings einmal in einer Bärenpeepshow, da fand ich es richtig gut. Das war ein umgekehrter Zoo und das war in Finnland. Wie sind lange durch einen Wald gelaufen und zu einer Hütte, in der wir dann die ganze Nacht bleiben mussten. Wir haben durch Sichtschlitze geschaut und dann kamen immer wieder Bären daherspaziert. Wir waren die Eingesperrten. Mami hat gesagt, sie fühle sich wie ein Spanner bei der Peepshow. Aber für die Bären war es gut, denn die waren ja frei. Manchmal kommen da auch Wölfe und Vielfrasse vorbei.

Freie Bären in Finnland - die klettern in die Baumwipfel, wenn sie noch jung sind und ein Macker kommt und sich wichtig macht
Das bin ich ich der Bären-Peepshow. Ich bin eingesperrt, die Bären sind frei. Gut so!
Das ist eine Bärenmami mit ihren zwei Kindern, Wenn ein Macker kommt, müssen die Kinder in die Bäume klettern, weil sich die Mami sonst Sorgen macht, dass der Macker ihnen was tut. Die Macker sind nämlich zu dick, um so hoch in die Bäume zu kommen.

Ich sehe ja auch so gern Tiere, aber nur, wenn sie frei sind. Im letzten Jahr haben wir Sulo Karjalainen besucht. Der hat ein Bärenheim in Kuusamo für Bären, die er gerettet hat und die nicht mehr frei leben können. Er versorgt sie. Sie haben große Gehege und am Abend geht er mit ihnen in den Wald spazieren zum Beerenpflücken und zum Bootfahren. Er hat das Beste für die Bären gemacht, was in seiner Macht stand und ist so lieb zu den Petzis. Das sind echte Freunde. Sulo finde ich toll, weil er so denkt wie ich und die Tiere liebt und die Natur. Leider ist er kein Veganer. Aber wenn ich mal finnisch kann, werde ich ihn heilen. Der kann nämlich nur finnisch und bärenfinnisch.

Später im Auto hab ich mir die Bilder in Colins Buch angeschaut. Das ist so gemein, was die mit den armen Schimpansen und Orangs und Gorillas machen. Die sehen alle so traurig aus, dass ich selbst traurig geworden bin.

Wir haben dann noch Gas für unseren Kocher gekauft und ich habe ein schwedisches Militärmesser bekommen, mit dem ich Feuer machen kann. Die Verkäufer waren übrigens Vegetarier. Immerhin. Mami hat sich wieder lange mit denen unterhalten. Das ist mir auch auf die Nerven gegangen, aber ich hatte da schon mein Messer.

Das haben mein Freund und ich am Abend auf der Terrasse gleich ausprobiert und haben in einem Blumentrog ein Feuer entfacht. Blöderweise ist der Blumentrog geschmolzen, weil er aus Plastik war. Deshalb haben wir einen anderen Topf benutzt. Dann kam noch die kleine Schwester von meinem Freund und wir haben zusammen die Marshmellows auf Stücke gespießt und gegrillt und aufgegessen. Wir haben das gemacht wie der Kanzi. Kanzi ist ein Bonobomann, der Lagerfeuer machen kann und gern Marshmellows grillt. Das hab ich im schwedischen Fernsehen gesehen.

Jetzt war Kanzi unser Vorbild. Ich finde es gut, einen Bonobo zum Vorbild zu nehmen. Ich finde überhaupt, dass Tiere gute Vorbilder sind. Für mich sind das die besseren Vorbilder. 

Wählt die Tierschutzpartei!! Bitte!!!!!!!!!

24.5.2014

 

Ich wollte noch sagen, dass Ihr alle heute die Tierschutzpartei wählen müsst.

Ich merke einfach, dass das jetzt ganz wichtig ist! Sowas spürt man. Weil wenn die Tierschutzpartei viele Stimmen bekommt, dann merken auch die anderen, dass es viele Menschen gibt, denen die Tiere nicht egal sind und kommen auch zum Nachdenken.

Ich darf ja noch nicht wählen, genauso wenig wie alle Tiere, die hier auch leben und denken und fühlen. Sogar, wenn die volljährig sind, dürfen die nicht wählen. Das ist ja eh das Unverschämteste überhaupt.

Wenn man mächtig ist merkt man das wahrscheinlich nicht, wie ungerecht es hier zugeht. Ich merke immer bei anderen Kindern, wie wenig die daheim zu sagen haben. Die sollen immer folgen. Das würde ich nicht aushalten. Bei uns dagegen reden auch Jussi und Nelli mit. Die wohnen hier ja auch. Also ist es nur fair, wenn sie mitreden dürfen in Angelegenheiten, die sie angehen.

Ich finde, ihr solltet auch Eure Freunde mitnehmen und sie zwingen, die Tierschutzpartei zu wählen. Ich werde der Oma und dem Opa noch Bescheid sagen und die da hinschicken.

Weil die Tiere nicht abstimmen dürfen, müssen alle, die stimmen dürfen, für die Tiere abstimmen. Das seid Ihr den Tieren schuldig.

Die Verbrecher, die Tieren weh tun, sollen merken, dass die Tiere starke Freunde bei uns haben, die hinter ihnen stehen.

Da sind Gefühle drin - FOTO: © Yaroslav Gnatuk - Fotolia.com

24.5.2014

Ich will mal was über die Kleinen schreiben, weil die immer vergessen werden. Heute habe ich gelesen, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Bienen Gefühle haben. Die haben Bienen eine Minute lang heftig geschüttelt und sie damit traurig gemacht. Man hat sie dann etwas Süßes riechen lassen, aber die Bienen glaubten nicht mehr, dass da was Gutes zum schlabbern ist und haben den Mund gehalten. Die haben die Hoffnung verloren. Solche Forscher sollte man auch mal schütteln, aber kräftig. Damit die mal merken, wie sich das anfühlt, denn offenbar stimmt bei denen was nicht mit ihren eigenen Gefühlen und Gedanken und deshalb glauben sie, dass Tiere auch keine haben. Und sind total erstaunt, wenn sie dann doch welche finden.

Ich glaube auch, dass kleine Insekten Gefühle haben. Die tun doch den ganzen Tag eine Menge. Irgendwas in ihnen muss ihnen doch sagen, was sie tun sollen. Ich passe jedenfalls immer sehr gut auf unsere Spinnen im Bad auf, dass ihnen nichts passiert. Die wohnen oben über der Badewanne im Eck. Im Urlaub ist mal eine Fliege in Mamis Weinglas gefallen. Wir haben sie gerettet und auf ein Taschentuch gesetzt, dass der Wein aufgesaugt wird. Die Fliege war aber trotzdem betrunken. Sie ist in Schlangenlinien gelaufen und konnte lange nicht mehr fliegen. Wir haben sie bewacht, bis sie wieder nüchtern war. 

FOTO: Aljoscha, Arm: Mami

Wenn wir wieder nach Finnland fahren, will ich endlich auch so eine knallharte Sau sein wie die Mami. Die lässt sich dort immer von den Mücken stechen, sogar von der finnisch-lappländischen Kampfmücke, die riesengroß ist. Sie sagt, das ist ihr Beitrag zur Reinerhaltung der finnischen Seen, weil eine Mückenlarve am Tag einen Liter Wasser sauber macht. Aber ich finde das unheimlich, wenn ihre Bohrungen vornehmen auf Mamis Arm. Manchmal geht auch eine Bohrung daneben. Dann ziehen sie den Säugelrüssel raus und setzen woanders neu an. Haben wir ganz genau beobachtet. Und wenn sie auf Blut gestoßen sind, dann wird der Körper ganz dick und rot. Zum Glück trinkt Mami in Finnland keinen Alkohol, weil sonst wären die Mücken nach der Blutmahlzeit genauso beschwipst wie sie. Das würde ihnen sicher Spaß machen, aber wäre auch gefährlich beim Rumfliegen in der Wildnis.

Mami hat mir erzählt, dass in Lappland sich die Leute im Sommer die ganze Nacht nackt ins Freie legen und sich von Geschwadern an Mücken stechen lassen. Danach sind sie aber immun und es macht ihnen nichts mehr aus.

Also ich hab mir das bisher nicht getraut und immer ein „Mücke-schleich-dich“ bekommen. Aber ich arbeite daran. Erschlagen will ich die süßen kleinen Mücken nie. Das ist ja unehrenhaft. Die sind so klein und ich bin so groß. Das sind doch keine Gegner. 

17.5.2014

Gestern habe ich ein tolles Abenteuer erlebt und darüber will ich jetzt erzählen. Und weil das so viel wird, muss die Mami das tippen. Ich diktiere.

Also im vorletzten Sommer war ich mit Mami auf einer Schweinemastanlage bei Augsburg. Der Besitzer wollte den Betrieb einstellen, und die Doris wollte mit ihm einen Gnadenhof daraus machen für alle Schweine, die dort noch lebten.

Das war das Schrecklichste, was ich je gesehen habe. In einem Raum waren in Boxen so süße Ferkelchen, die sich gefreut haben wie kleine Hunde, wenn man mit ihnen geredet hat. Im Nebenraum war es ganz furchtbar. Da standen ganz viele Schweinefrauen in Käfigen hintereinander, wo sie sich nicht umdrehen konnten. Manche kämpften, um oben rauszukommen und trampelten dabei den Rücken der Nebenfrau blutig. Sonst konnten sie nur gegen eine graue Wand schauen, wenn mal das Licht an war. Mami nannte die Käfige Folterkorsett. Ganz vorne war ein etwas größerer Käfig und da war der Poppy drin, der Zuchteber. So dumm muss man erstmal sein, einen Zuchteber Poppy zu nennen. Misshandeln und Unrecht zufügen und dann auch noch beleidigen. Da allein finde ich schon gemein.

Doris und Mami haben den Schweinen Gemüse und Obst vom Alnatura gegeben, was die wegschmeißen wollten. Da haben die sich vielleicht gefreut. Und Mami hat sich mit jedem Schwein unterhalten und ihnen Geschichten erzählt, dass sie ein bisschen Freude haben.

Im dritten Raum waren Boxen mit den Mastschweinen, das sind die größeren Ferkel, die dick werden sollen und die man dann umbringen und aufessen will, wenn sie groß genug sind.

Es war so unglaublich eng da drin und die Schweine kuckten so unendlich traurig. Ich glaube, dass die alle als kleine Ferkel noch Hoffnung auf ein abenteuerliches Leben hatten. Aber mit dem Moment, wo sie in diesen Stall kamen, sind sie in der Seele krank geworden und haben jede Hoffnung verloren. Mami und Doris haben dort auch geweint. Damals wußten wir ja noch nicht, ob wir sie retten können. Ich hab es da gar nicht ausgehalten. 

Aber gestern war ein toller Tag. Denn alle Schweine konnten gerettet werden, obwohl der Bauer sehr krank geworden ist und die Sache mit dem Gnadenhof doch nicht machen konnte. So hat Doris dann alle Schweine freigekauft und zu einem anderen Hof gebracht, wo sie nun ein tolles Zuhause bekommen sollten.

Ich war sehr aufgeregt, dass wir nun die Schweine wiedersehen werden, die ich so verzweifelt und traurig gesehen habe. Wir mussten zwei Stunden mit dem Auto fahren, bis wir hingekommen sind. Und das erste, was ich gesehen habe, waren die Ställe und vor allem die große Wiese mit ganz vielen Schweinen drauf. Die grasten dort und schmatzten und es hörte sich an wie Kühe auf einer Wiese. Das hat mich gleich so glücklich gemacht, die Schweine da zu sehen, weil ich ja wusste, aus was für einer Hölle die kamen.

Dann sind wir in einen Stall zur Doris. Dort waren ganz viele riesengroße Schweine in noch größeren Heubergen vergraben und schliefen und sahen so glücklich und zufrieden aus. Von manchen Schweinen sah man nur den Popo, so tief haben sie sich ins Heu gewühlt. Doris hat uns ganz viele Schweine mit Namen vorgestellt, das konnte ich mir gar nicht merken. Ich hatte auch ein bisschen Angst, zwischen den herumliegenden Schweinen herumzulaufen, weil die so riesengroß sind und ich sie auch nicht treten wollte. Toll war, dass ich Oma Rosa wiedergesehen habe, an die konnte ich mich noch gut erinnern. Sie war im Ferkelstall im Folterkorsett und hatte noch ein ganz kleines Ferkelchen bei sich, die Sina, die nicht wachsen wollte. Rosas andere Ferkelchen sind alle gestorben, weil sie keine Milch mehr gab, weil sie schon so alt war. Nun sollte Rosa deshalb umgebracht werden. Sie tat mir so besonders leid. 

Und nun lag sie da im Heu und hat vor sich hingelacht. Da kann man weinen vor Glück.

Wie haben die Schweine gestreichelt und geschrubbelt, was die sehr mögen. Die sind so schmusig wie die Nelli, meine Katze. Manche haben auch gepupst vor Glück. Aber dann kam ein Schwein vorbei, das wollte Stunk machen. Ich hab das genau gesehen an der Art, wie es schon ankam. Der Typ hat dann ein Schwein geärgert, das gerade von Doris gekrault wurde. Bestimmt war der Stänkerer eifersüchtig. Das Schwein sprang kreischend auf und stieß meine Mami um, die auf ein anderes Schwein fiel, das auch kreischte und erschrocken aufsprang und dann war da ein riesiger Tumult und Mami schrie vor Schreck ganz laut: „Entschuldigung!“, weil sie ein Schwein getreten hat und darüber haben Doris und ich sehr gelacht, weil Mami so spießig war. Den Poppy habe ich auch gesehen in einem anderen Bereich des großen Stalls, er war beim Schweineklo. Lustig war auch, dass uns immer Schweine folgten, egal wo wir hingingen. Ob die uns wohl mochten? Ich glaub schon. Die sind ja nicht doof und wissen, dass wir Freunde sind und keine Freßfeine. Da ist man als Veganer nämlich viel besser dran. Man hat viel mehr Freunde!

Mami und ich waren dann den ganzen Nachmittag auf der großen Wiese bei den Schweinen. Ich hab mich mit einer riesengroßen dicken Sau angefreundet, die ich Sikasuu nannte. Das ist finnisch und heißt Schweinemund. Ich werde sie ab jetzt unter allen Schweinen wiedererkennen. In Mami hat sich die Trine verliebt. Trini ist eine Sau aus einem Folterkorsett, ich glaube, sie will sich für die Geschichten bedanken, die Mami ihr erzählt hat. Trine kann man auch gut erkennen, weil sie einen tiefen Riss im Ohr hat.

Am Spätnachmittag gab es dann Essen für die Schweine und da war dann helle Aufregung. Alle rannten im Schweinsgalopp in den Stall zu den Trögen, wo das Essen reinlief.

 

Dann mussten wir fahren. Es war ein ganz toller Tag. Und ich möchte Euch bitten, auch ein Patenschwein zu nehmen, denn einige Schweine haben noch keine Paten, die ihr Essen und ihr Zuhause bezahlen helfen. Bitte helft Doris beim Schweineretten. Ich hab zum Beispiel den Schweinen 26 Euro gespendet.

So macht man sich auch zum Teil einer besseren Welt und ein guter Freund ist eh unbezahlbar. Und die Schweine sind wirklich gute Freunde, die nicht vergessen, wenn jemand mal gut zu ihnen war. Das kann man von Menschen nicht behaupten.

Hier könnt ihr mehr über das Projekt erfahren.


Und stimmt unbedingt bei der Ing Diba für Rüsselheim als besten Verein, damit die Schweine 1000 Euro von dieser Bank bekommen. Dann macht die IngDiba auch ein bisschen wieder gut, was die mit dieser ekligen Metzgereiwerbung mit diesem Dirk Nowitzki angerichtet haben.

Ich hab das gerade gemacht und alle meine drei Stimmen den Glücksschweinen gegeben. Danke an alle, die mitmachen.

Stimme für die Schweine!

FOTO: © leisuretime70 - Fotolia.com

14.5.2014

Heute habe ich in der Süddeutschen Zeitung einne Artikel über Frau Stefanija Zovko gelesen. Sie hat einen Blumenladen in München und meine Oma kennt sie sogar. Vor ihrem Laden hat sie eine verletzte Taube gefunden, die von einem Auto angefahren wurde. Sie hat sie zu sich in den Laden genommen und gesund gepflegt. Nun will die Taube nicht mehr weg und wohnt zwischen Rosen. Wenn wer kommt schlüpft sie unter die Jacke von Frau Zovko. 

ich finde das eine so schöne Geschichte!! Ich freue mich immer über die Tauben, wenn ich in die Stadt fahre. Aber ich weiß, dass es ihnen nicht gut geht und sie verfolgt und gehasst werden, weil die Menschen sich selber hassen und die Tauben dafür büßen sollen. Manchmal füttere ich sie heimlich, weil sie es doch so schwer haben im Leben. 

Blöd finde ich, dass die in der Zeitung geschrieben haben, dass Frau Zovko ein verletztes Tier gesund geplegt und gezähmt hat. Das ist so dumm ausgedrückt. Sie hat sich das Vertrauen der Taube erworben, einfach, weil sie gut zu ihr war. Und Tauben sind sehr gescheite Tiere und können sich übrigens Gesichter von Menschen genau merken. Wer ihnen mal Böses angetan hat, den erkennen sie wieder. Ich möchte, dass wir mit den Tauben in Frieden zusammenleben.

13.5.2014

Vorhin haben mein veganer Freund und ich erfahren, dass ein Stier seine Frau und sein Kind vor einem Bauern beschützt hat, der das Kind rauben wollte. Er hat den Bauern dabei getötet und wurde dafür erschossen. Mein Freund und ich waren darüber sehr wütend und traurig. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen tötet, bekommt er Freiheitsstrafe. Aber der Stier, der sich nur verteidigt hat, wird hingerichtet. Der ihn umgebracht hat sollte vor Gericht gestellt werden wie der Pistorius. 

11.5. 2014

 

Heute hab ich den ganzen Tag mit meinem Freund verbracht. Wir haben zusammen gefrühstückt und das oberleckere selbstgebackene Brot von Baba mit Nussmus und Sanddornmus gegessen. Wenn ich mit meiner Mami das nächste Mal nach Finnland fahre, muss sie wieder Multebeermarmelade kaufen. Die gibt es hier nicht und ist auch sehr teuer. Multebeeren wachsen im Moor in Schweden und Finnland und sind schwer zu finden. Ich würde so gern mal Multebeeren pflücken, aber die sind im Juli reif, wenn hier Schule ist. Aber ich hab Multebeerblätter im letzten Urlaub gefunden, das weiß ich genau, weil ich im Computer vom Opastus im Syöte-Kansallispuisto nachgeschaut habe. 

Am Nachmittag bin ich mit meinem Freund los und wir haben einen Rucksack voll mit Flyern für Tiere hier in der Gegend verteilt. Das macht Spaß und wir treffen viele Leute, die das gut finden. Wir haben 3 Euro Spenden gesammelt. Die kommen in meine Mumin-Kanne und wir werden noch mehr sammeln für die arme Kuh, die Petra vor dem Schlachten retten will. Erst hat man ihr ihre ganzen Babys geraubt und nun will man sie umbringen, weil sie keine Babys mehr bekommen kann. Das sind Verbrecher, die das machen.

Jetzt muss ich noch Hausaufgaben machen und Nelli beschmusen. Nelli ist meine Katzenschwester, wir haben sie vor der Gaskammer in Spanien gerettet und sie hat nur Angst gekannt. Aber zu mir hat sie Vertrauen. Da habe ich lange daran gearbeitet.

Das sind Jussi und Nelli, meine Katzengeschwister. Jussi ist Halbveganer

10.5.2014

 

Heute war ich mit Mami in Donauwörth bei einer Demo gegen Tierfabriken. Wir mussten lange fahren und weil das langweilig war, habe ich die Mami mit dem Janek geärgert, dem Mann im Navi. Der macht Mami immer fuchsteufelswild. Sie sagt, der klingt wie eine Mischung von Howard Carpendale und Philipp Rösler und von denen will sie sich nicht sagen lassen, wo es langgeht. 

Am Anfang war die Demo langweilig. Da haben welche viel geredet. Geärgert hat mich, dass ein Dieb reden durfte. Das war einer, der Imker ist und Bienen ihren Honig raubt, für den sich die Bienen total abgerackert haben und das nicht für den Imker sondern für sich und ihre Kinder.

Dann sind wir endlich mit dem Demozug durch Donauwörth gewandert. Dort finde ich es total schön. Ich würde lieber auf dem Land leben als in einer Großstadt. Auf einem großen Platz waren dann viele Stände und ich hab Otto und Marille und Doris getroffen. Doris hat viele Schweine vor dem Schlachten gerettet. Das finde ich toll. Ein Schweinchen hat sie wegen mir Aljoscha genannt. Bald besuchen wir Aljoscha und die anderen Schweine. Ich hab zwei vegane Döner vom Erbil gegessen, die so lecker sind und mich mit einem Hund von Doris angefreundet. 

Am Abend hat mein Freund bei mir übernachtet. Der ist auch Veganer.

Hier demonstriere ich für Tiere in Donauwörth

Kommentare

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  • Anja K (Sonntag, 03. August 2014 16:32)

    Hallo Aljoscha,

    eigentlich bin ich ein bisschen neidisch auf dich, dass du von der Zeugung an vegan sein durftest! ;o)

    Ich bin leider "normal" aufgewachsen und es hat 25 Jahre gedauert VegetarierIN und weitere 15 Jahre gedauert VeganerIN zu werden.

    Aber nun habe ich es verstanden und es gibt kein zurück mehr. Um keinen Preis!

    Meine Eltern sind alles andere als tierfreundlich und sie verstehen meine Lebensweise auch nicht wirklich.

    Ebenso mein weiteres Umfeld (Mann, Schwester, Freunde). Selten dass ich mal jemanden treffe, der es so versteht wie ich (oder du!).

    Toll finde ich dass deine Mami dir die freie Wahl lässt!!! Es war bestimmt nicht einfach vegan schwanger zu sein und dann ein Baby vegan aufzuziehen. Vor allem die Kommentare aus dem Umfeld! Hut
    ab!!!

    Ich habe mal ein Video von einem 3-jährigen spanischen Jungen gesehen, des sich Gedanken machte, wo denn der Tintenfisch herkam, der sich auf seinem Teller befand. Er meinte dann man sollte Tiere
    nicht essen, sondern sie gerne haben und pflegen.

    Seit dem glaube ich, dass alle Menschen von Geburt an vegan sind, sie werden nur (leider) umerzogen.

    Ich wünsche dir und deiner Mami alles Gute!!!

    Macht weiter so!!!

    Vegane, ganz herzliche Grüße

    Anja

  • Nathalie Tommasini (Montag, 28. Juli 2014 16:01)

    Hallo,
    ich finde das total süss wenn schon Kinder veganer oder vegetarier sind, besser so leben und man ist sein ganzes Leben gesund oder man passt nicht auf sich auf und man ist ein ganzes Leben lang krank
    !, man braucht kein Fleisch um glücklich zu sein.

  • Elisabeth Albert (Freitag, 25. Juli 2014 14:09)

    Kaum zu glauben das es sowas wie dich gibt !!!deine Mami kann sehr Stolz auf sich sein ,ihre Erziehung ist Gigantik !mein Respekt !!ich liebe auch alle Tiere ausser Schnecken ,die hasse ich !!wie die
    Pest ,vergreifen sich an alle meine Gemüse Blumen und Obst .Viel Glück für deine Zukunft wünsche ich dir von <3

  • Alexander (Donnerstag, 24. Juli 2014 01:31)

    Eigentlich wollte ich nicht so lange auf bleiben. Aber der Blog war wirklich sehr interessant und teilweise richtig rührend. Vor allem wie ihr auch an die ganz kleinen Insekten denkt und das mit den
    Schweinen auf dem Gnadenhof.

  • Marcel (Sonntag, 20. Juli 2014 22:31)

    Liebe Aljoscha,

    ich studiere auf Grundschullehramt im 3. Jahr, und bin schwer beeindruckt von deinen Lebenseinstellungen und deinen bemerkenswert intelligenten, sehr klaren und auf den Punkt gebrachten
    Gedankengängen.

    Du bist ein wertvoller Mensch, der seine Umgebung um vieles bereichert,

    Viele Grüße,
    Marcel

  • Andi Cola und John Terrybell (Sonntag, 20. Juli 2014 22:04)

    Hey Aljoscha,

    wir (JAMIELOU) waren auch in Donauwörth. Gerade haben wir Deinen Blog entdeckt.
    Wir freuen uns immer extrem, wenn wir Kinder kennen lernen, die auch vegan sind. Vegan ist nämlich hier in unserer Gegend niemand, zumindest nicht in unserem Alter. Oder wir kennen ihn oder sie
    nicht.

    Kommst Du auf die Veganmania in München am Samstag?? (26.07.14)
    Dann komm doch bitte zur Bühne, wir würden Dich dort gerne treffen und kennenlernen, dann ist auch die Wartezeit zwischen den Auftritten nicht immer so langweilig.

    Andi und John von JAMIELOU

  • Carola Müller (Sonntag, 20. Juli 2014 19:08)

    Hallo Aljoscha,du bist ein unglaublich toller Junge ! Die kommende Generation braucht so Menschen wie dich. Mach bitte weiter so und lass dir nichts schlecht reden. Ich kenne deine Eltern leider
    nicht, aber ich weiß das es ganz tolle Menschen sein müssen........bei einem solch tollen Sohn. Sie haben ALLES richtig gemacht, wie man an dir sehen kann.
    Ich wünsche dir / euch alles Liebe und Gute,

    Liebe Grüße, Carola Müller ;-)

  • Svea (Sonntag, 20. Juli 2014 19:03)

    Hallo Aljoscha!
    Das machst du wirklich toll. Nicht viele trauen sich diesen Weg zu gehen, aber deine Mama ist eine wahre Powerfrau und du ein kleiner Superheld! Toller Blog, macht bitte weiter so. Wirklich
    faszinierend!

    Liebste Grüße aus Lüneburg (Bei Hamburg)!

  • Sany (Sonntag, 20. Juli 2014 14:20)

    Lieber Aljoscha
    Du bist ein wunderbarer Mensch!
    Mach weiter so! Die Welt braucht dringend Menschen wie dich und deine Mama! Ihr seid großartig!
    Liebe Grüße
    Sany

  • Collin (Donnerstag, 10. Juli 2014 06:07)

    Hej,

    Du bist ein (noch) kleiner Super-mann, der schon jetzt grosses Bewirkt. Toll. Mach weiter so.

    Gerne wuerde ich immer informiert werden, wenn es einen neuen Beitrag von dir gibt. Bisher habe ich aber kein Feld dafuer geaehen. Habe ich es nur uebersehen?

  • Collin-Elias (Donnerstag, 10. Juli 2014 06:05)

    Hej,

    du bist ein toller (noch) kleiner Mensch, der schon ketzt grosses beVegt.
    Toll. Mach weiter so.

    Gerne wuerde ich immer informiert werden, wenn du einen neuen Beitrag verfasst hast. Leider habe ich noch nicht gefunden, ob das geht. Habe ich es nur uebersehen?

  • Anna (Dienstag, 08. Juli 2014 21:12)

    Die Wortwahl klingt zwar nicht nach einem Elfjährigen (auch nicht nach einem sehr reifen Elfjährigen) ;) ist aber trotzdem ein toller Blog - egal, ob tatsächlich von Mutter oder Kind geschrieben. :)

  • Malina (Dienstag, 08. Juli 2014 13:17)

    Hallo Aljoscha, ich bin 25 und seit etwas mehr als 2 Jahren vegan. Ich denke du bist der coolste Junge, den ich kenne. Dein Intellekt fasziniert mich und deine Mama hat einen großartigen Beitrag dazu
    geleistet.

  • vegeta (Dienstag, 08. Juli 2014 10:30)

    Ich bin selbst Veganerin, aber Katzen vegan zu ernähren halte ich für Tierquälerei.
    Omnivore können sich vegan ernähren bzw. ernährt werden, aber Carnivore!?

  • Linda (Freitag, 04. Juli 2014 21:26)

    Hi Aljoscha, ich finde Deinen Blog super und auch, wie Du Dich für Tiere einsetzt. Ich bin 24 und seit 7 Jahren Veganerin. Immer mehr werden vegan und irgendwann werden alle Tiere frei sein.

  • Julia (Donnerstag, 03. Juli 2014 14:46)

    Hey, Du bist ja wirklich ein total sympathischer und kluger Mensch! Ich bin schon 50, aber erst seit zwei Jahren Veganerin. Jetzt frage ich mich, wie ich es geschafft habe, solange vor diesem
    ethischen Desaster des Fleischessens die Augen zu verschließen. Du hast aber auch eine tolle Mami! liebe Grüße und alles Gute! Julia aus Shanghai

  • Matthias Schuster (Donnerstag, 03. Juli 2014 12:45)

    Mitgefühl hilft uns allen, Mitleid zieht uns runter. Alles Liebe

  • Sophie (Donnerstag, 03. Juli 2014 12:17)

    Hallo Aljoscha!
    Oh mann, da musste ich also 30 Jahre alt werden, um nun endlich so schlau zu sein wie Du. Ich bin nämlich erst seit kurzem Veganerin. Ganz schön peinlich, dass das solange gedauert hat, aber ich
    hatte schließlich auch nicht so eine tolle Mami...
    Übrigens musst Du mal im Urlaub nach Berlin fahren! Da komme ich her und da gibt es unglaublich viele richtig leckere vegane Restaurants und Cafés. Viel mehr als man essen kann, das ist ein Traum.
    Leider wohne ich jetzt in Bayern und hier isst man ja traditionell viel Fleisch, was für mich echt schrecklich ist. Die verstehen das hier noch nicht so gut mit dem vegetarischen und vegan schon gar
    nicht.
    Also dann, liebe Grüße und bitte mach weiter so und sei noch vielen Kindern und Erwachsenen so ein großartiges Vorbild. Und den Schweinen werde ich auch gleich spenden. Das war vielleicht eine tolle
    Rettungsaktion! Ich selbst habe drei gerettete Katzen zuhause und darauf bin ich auch ein bisschen stolz :-)

  • Anika (Donnerstag, 03. Juli 2014 11:45)

    Ganz toll, weiter so :-)

  • Nicole (Mittwoch, 02. Juli 2014 20:08)

    Lieber Aljoscha,
    ich finde es wunderbar was du machst! Beim dem Bericht über die Schweine musste ich weinen. Du bist mir ein Vorbild und du hast eine wunderbare Mama.
    Mach weiter so.
    Lieben Gruß Nicole

  • Kerstin (Mittwoch, 02. Juli 2014 20:00)

    Aljoscha - Du wundervoller Mensch :) Meine Mila lebt auch seit ihrer Geburt vegan (allerdings ist sie erst 4 Jahre alt); vielleicht könnt Ihr Euch ja mal kennenlernen - sie versteht unsere
    Einstellung zu Tieren auch schon. Liebe Grüße, fühl' Dich fest gedrückt! Deine Kerstin

  • eigenrotation (Freitag, 16. Mai 2014 20:11)

    Du bist einfach super!! Weiter so!

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